Iran

Ein Markt mit Potenzial, auf dem man aber auch mit Herausforderungen rechnen muss. Iran bietet ein weitreichendes Handelsnetz, auch zu seinen Nachbarländern, eine starke Nachfrage für neue Technologien und gut ausgebildete junge Fachkräfte. Aufgrund der traditionellen Handelsbeziehungen genießen deutsche Unternehmen einen hervorragenden Ruf, der den Markteintritt und eine Abnahme für Produkte „Made in Germany“ erleichtert. Es bestehen Ausfuhrbeschränkungen seitens der EU und der USA. Beachten Sie die landesspezifischen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Markteinstieg

IRAN - Ein Markt mit 82 Millionen Konsumenten. Wie Sie diese erreichen, zeigt Ihnen die AHK Iran.

Iran - Wichtige Informationen auf einen Blick.

 

Iran - Veranstaltungen

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01.04.2019

Aktuelles

Nach Angaben der Eurostat 2018 betrugen die gesamten 28EU-Ausfuhren in den Iran 8.920,5 Millionen Euro. Die Einfuhren aus dem Iran beliefen sich auf 9.472,7 Millionen Euro. Somit sanken die europäischen Exporte in den Iran um 17,6 Prozent im und die iranischen Exporte nach Europa um fast 6,5 Prozent.

Laut Eurostat verringerte sich die europäische Handelsbilanz 2018 auf - 552,2 Millionen Euro, im Vorjahr betrug sie 704 Millionen Euro. Einen Monat vor der Verhängung der Sanktionen waren die EU-Exporte in den Iran im Oktober mit einem Beitrag von 1.113 Millionen Euro am höchsten. Deutschland führte 2.708 Millionen Euro in den Iran aus und importierte 440 Millionen Euro aus dem Iran, so das Statistische Bundesamt.

Ziel des Seminars war es, eine Einführung in das Thema Firmengründung zu geben. Herr Amirafshari, German Middle-Eastern Law Firm, informierte über die verschiedenen Arten von Geschäftsvisa und deren Anforderungen, mögliche deutsche Rechtsformen für eine Unternehmensgründung, die Kommunikation mit deutschen Institutionen und Behörden und die Besteuerung von Unternehmen. Herr Azimzadeh, Persia Associates International Law, führte in folgende Themen ein: Die rechtlichen Besonderheiten für Nicht-EU Angehörige, die Erstellung eines Businessplans, die Möglichkeit der Familienzusammenführung und die Opition zum Erhalt eine Aufenthaltserlaubnis durch eine Firmengründung in Deutschland.

Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich haben mit INSTEX eine Möglichkeit geschaffen, den legitimen Handel mit iranischen Partnern aufrechtzuerhalten. Die Tauschbörse, die seit dem 29. Januar 2019 registriert ist, wird ihre Arbeit in der ersten Umsetzungsphase auf humanitäre Güter konzentrieren, in weiteren Ausbaustufen alle Waren umfassen, die nach EU- und UN- Recht nicht sanktioniert sind. Darüber informierten Anfang Februar in Berlin Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Bundeswirtschaftsministeriums und der INSTEX-Geschäftsführer Per Fischer einen ausgewählten Kreis von Interessenten.

AHK Geschäftsführerin Dagmar von Bohnstein machte gegenüber den Vertretern der Bundesregierung die Dringlichkeit des Unterfangens deutlich. Der Zahlungsverkehr sei das Hauptproblem für deutsche Mittelständler, am Iran-Geschäft festzuhalten.

Angesichts des neuen Systems, mit dem Deutschland, Frankreich und Großbritannien die amerikanischen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran umgehen möchten, schöpft der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) "leichte Hoffnung" für den deutsch-iranischen Handel.

Die jetzt von den drei Partnerländern gegründete Gesellschaft soll den Zahlungsverkehr bei Iran-Geschäften abwickeln, wenn private Banken dies aus Furcht vor US-Strafen nicht mehr übernehmen. "Die Uhr zur Rettung der deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen ist fast abgelaufen", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier dazu der Nachrichtenagentur dpa.

„Im Einklang mit ihrer festen Entschlossenheit und ihren fortwährenden Bemühungen, den mit Resolution 2231 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gebilligten Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPoA) aufrechtzuerhalten, geben Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich die Gründung von INSTEX SAS (Instrument for Supporting Trade Exchanges) bekannt, einer Zweckgesellschaft, die zum Ziel hat, den legitimen Handel zwischen europäischen Wirtschaftsakteuren und Iran zu ermöglichen.

Die E3 bekräftigen erneut, dass ihre Bemühungen, die wirtschaftlichen Bestimmungen des JCPoA aufrechtzuerhalten, daran gebunden sind, dass Iran seine Verpflichtungen im Hinblick auf das Nuklearprogramm vollständig umsetzt, was auch die uneingeschränkte und rasche Zusammenarbeit mit der IAEO einschließt.